Ein Beitrag, der eigentlich schon vor Wochen kommen sollte. Hier mein kleiner Rückblick zu 4 Wochen strenger Phase nach Metabolic Balance. (die ich vom 22.09 bis 22.10 gemacht habe)

Was lief positiv/was hat sich positiv verändert?

Um direkt zu Beginn bereits mit einem klaren Fazit zu starten: Ich habe nie bereut mich für Metabolic Balance entschieden zu haben (und das trotz des hohen Preises – immerhin habe ich 360€ dafür gezahlt!) – ganz im Gegenteil, es war die beste Entscheidung, die ich ernährungstechnisch je getroffen habe. Ich habe schon viele Konzepte ausprobiert. WW, Kalorien zählen, etliche Monodiäten und all der „schöne“ Kram aus Zeitschriften & Co. Noch nie habe ich ein Programm gemacht, das SO gut war. Ich habe noch nie mit so wenig Hunger so gut abgenommen und mich dabei so gut gefühlt. Ich fühle mich defitnitiv deutlich vitaler und fitter und habe ein ganz neues, positives Gefühl, was Essen, Umgang mit Essen und auch das eigene Körpergefühl angeht. Ich kann mich auf meinen Körper und seine Signale besser verlassen denn je und fühle mich auch besser denn je damit. Mir schmecken Sachen, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie mir SO gut schmecken würden und vor allem machen mich Portionsmengen satt, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie mich so sehr sättigen würden. Ich bin begeistert von MB, dennoch gibt es natürlich auch Sachen, die – vor allem langfristig – echt schwer umzusetzen sind und die ich für mich als sehr schwierig empfand und wegen denen ich die strenge Phase letztendlich ja auch nur 4 Wochen durchgeführt habe. Kommen wir also zum 2. Punkt:

Was war negativ/was lief nicht so gut?

Metabolic Balance besteht aus vielen Regeln, die den Alltag schon ganz schön einschränken. Alleine schon die Regel IMMER genau 5-7 Stunden zwischen jeder Mahlzeit zu haben, genau 3 Mahlzeiten am Tag zu essen und nach 21 Uhr nicht zu essen. Habe ich ja schon einiges zu geschrieben, noch dazu arbeite ich im Schichtdienst, wo man das so leider ohnehin nicht umsetzen kann, sprich an diese Regel habe ich mich ohnehin nur so gut wie möglich gehalten. (habe ich auch schon einiges zu geschrieben – unter anderem hier – wiederhole ich jetzt nicht nochmal)

Man ist in der Spontanität und Flexibilität schon sehr eingeschränkt und langfristig stört mich das schon sehr und ich für mich gehe mit dieser Regel mittlerweile sehr offen um. Ich versuche mich soweit es geht daran zu halten, wenn es aber mal nicht klappt, dann klappt es eben nicht. Was mir aber gerade an dieser Regel echt sehr gut hilft und was ich auch weiterhin einhalte ist ständige „Kleinigkeiten“ eben nicht zu essen. Mal ein Stück Schoki hier, dann das kleine Bisschen da und schwupps sammeln sich über den Tag Kalorien en masse, die man gar nicht als solche wahrnimmt. Da hilft es schon sehr zwischen den Mahlzeiten klare Pausen zu haben, in denen man NICHTS zu sich nimmt, außer Wasser (oder Tee ohne Zucker in der gelockerten Phase). Das hilft mir wahnsinnig und bis auf kleine Ausnahmen halte ich mich daran immer noch ganz akkurat, nur die Zeiten variieren eben manchmal.

Zu jeder Mahlzeit nur eine Eiweißgruppe zu sich zu nehmen empfinde ich auch als schwierig und auch daran halte ich mich nur noch bedingt. Klar, wenn ich für mich alleine koche und es gut umsetzbar ist mache ich das immer noch. Aber alleine schon wenn ich für mich und meinen Freund koche oder neue gesunde Rezepte aus anderen Kochbüchern ausprobiere, dann achte ich darauf, dass die Rezepte gesund sind, aber wenn sich da verschiedene Eiweißgruppen mischen, dann ist mir das egal, muss ich gestehen. Sehen viele MBler wahrscheinlich anders, ich für mich habe da keinen Unterschied wahrgenommen, ob ich nun mische oder nicht. Ich achte generell darauf sehr eiweißreich zu essen und nur gute Kohlenhydrate zu mir zu nehmen. Ich verzichte so gut es geht auf sämtliche Weizenmehle, wenn möglich nehme ich nur Roggenvollkorn zu mir. Zucker habe ich auch weitestgehend verbannt und nehme diesen nur als Fruchtzucker in Form von Obst zu mir. Oder eben Milchzucker in Milch- und Milchprodukten. Aber keinen raffinierten Zucker mehr. ABER auch hier bin ich lockerer geworden. Habe ich in der strengen Phase ganz stark darauf geachtet, dass NIRGENDWO in der Zutatenliste Zucker auftaucht bin ich da jetzt schon deutlich lockerer, muss ich gestehen. Steht in einer Gewürzmischung unter anderem ein klein wenig Zucker dabei, dann kaufe/benutze ich diese dennoch. Auch Soja-Vanillemilch steht wieder auf meinem Programm, auch wenn diese Zucker enthält. (und davon leider ja auch nicht zu wenig) Und so weiter, und so weiter.

Der Mittelweg ist eben jetzt Programm und genau diesen wollte ich finden und diesen habe ich tatsächlich echt gut getroffen. Viel besser, als ich mir erhofft hatte. Wenn ich mal keine Zeit habe zu kochen, dann gibt es auch mal eine Dosen-Linsensuppe von Alnatura z.B. (sehr lecker nebenbei und echt zu empfehlen). Die enthält nicht genau die Menge, die ich in der strengen Phase essen sollte und sie enthält eben auch ein klein wenig Rohrohrzucker und noch ein paar andere Dinge, die ich in der strengen Phase von MB nicht dürfte. ABER sie ist ganz eindeutig gesund und eiweißreich (durch die Linsen) und – wie ich finde – ein „recht metabolisches“ Gericht. Für mich zählt sowas dann auch nicht als Ausnahme-Schlemmer-Mahlzeit, für mich ist das ein ganz „normales“ Mittagessen. Dazu gibt es ne Scheibe Roggenvollkornbrot und zum Nachtisch ein Stück Obst. Macht mich glücklich und satt und für mich ist das eine rundum gesunde Mahlzeit – auch wenn sie nicht 100% MB-konform ist.

Und so könnte ich noch zig andere Beispiele aufzählen. So ganz das, was MB unter einer gelockerten Phase versteht ist das glaube ich nicht, dafür bin ich schon sehr locker geworden, mische eben zu oft Eiweißgruppen und vernachlässige zu oft die genauen Zeiten. Ich für mich fahre aber sehr gut mit diesem Weg und fühle mich auch sehr gut damit – und ich glaube das ist die Hauptsache.

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