Mir fällt von Tag zu Tag mehr auf, wie unflexibel Metabolic Balance (in der strengen Phase) doch leider ist. Und wie viele Dinge meines Alltags und Soziallebens deutlich leiden würden, wenn ich mich wochenlang in dieser strengen Phase aufhalten würde.

Es geht mir hier gar nicht per se um Verzicht allgemein. Eine Arbeitskollegin hat heute wahnsinnig leckeren Kuchen mitgebracht. Verdammt schwer auf den zu verzichten, wenn fast alle anderen genüsslich was davon essen. Noch schwerer, wenn das am Ende des Dienstes passiert, wo man sowieso schon totalen Hunger hat. (beim Frühdienst habe ich bereits wenige Stunden nach dem Frühstück wieder Hunger, ~6 Stunden nach dem Frühstück ist der Dienst vorbei und da habe ich dann echt mega Hunger. Komisch, weil ich beim Spätdienst genau das gleiche Frühstück habe, nur eben später und bereits zu Hause und da habe ich nach 7 Stunden nicht so einen Hunger, wie im Frühdienst nach 5 Stunden. Versteh ich nicht wirklich, ist aber leider alle 3 Frühdienste jetzt so gewesen). Das ist ein Verzicht, der mir wahnsinnig schwer fällt, der aber gut durchzuführen ist. Ganz klare Sache, Kuchen geht nicht. Punkt.

Was ich vielmehr meine, sind Sachen wie folgende Situation heute:
Ich habe Dienstschluss und mein Freund und ich überlegen spontan direkt nach dem Dienst zu Ikea zu fahren. ♥ Ikea ist nur wenige 100m von meiner Arbeitsstelle entfernt, es macht also wenig Sinn erst 5km mit dem Rad nach Hause zu radeln, dann dort zu essen und wieder zurück zu radeln um zu Ikea zu gehen. Das Frühstück war heute um kurz nach 9 beendet, um 14h waren also 5 Stunden vorbei. Um 14.30 hatte ich Dienstschluss, musste dann noch paar Dinge erledigen und konnte mich um 15.30 mit meinem Freund vor Ikea treffen. Zu Hause waren wir schließlich gegen 17.15. Das wären dann 8h seit der letzten Mahlzeit gewesen. Laut MB zu lange und auch mit dem Abendbrot hätte es dann überhaupt nicht hingehauen, wenn ich da dann schon wieder 5h zwischen hätte haben sollen. So spät will ich weder essen, noch ins Bett, ich bin echt ko von den Frühdiensten und werde heute wahrscheinlich gegen 8 ins Bett fallen…

Was also machen? Ich wusste ja vorher schon, dass es einfach zu lange werden würde zwischen Frühstück und Mittag wenn wir direkt zu Ikea fahren würden, zudem hatt ich echt schon so einen extremen Hunger, dass es auch nicht mehr schön gewesen wäre so zu Ikea zu gehen, geschweige denn dann danach noch 5km nach Hause zu fahren. Ikea also ausfallen lassen? Hätte ich tun können und laut Metabolic Balance auch müssen. Habe ich aber nicht. Das geht mir dann ehrlich gesagt doch zu weit. Ich hab mich dafür entschieden mir eine Kleinigkeit bei Backwerk zu holen, quasi als „Mittag“. Natürlich gibt es da leider nichts aus 100% Roggenvollkornmehl und natürlich konnte ich so weder Eiweiß, noch Gemüse genau abwiegen und und und. Ich habe mir (auch wenn ich es echt gerne getan hätte 😀 ) natürlich auch keinen Süßkram geholt, aber es war eben schon auch Weizenmehl enthalten, auch wenn ich darauf geachtet habe etwas möglichst gesundes zu nehmen. Aber eben 0 „MB-Konform“,  das hatte leider herzlich wenig mit der MB-Mahlzeitenvorgabe für mein Mittag zu tun. Aber diese hätte ich schlicht und ergreifend nicht unterwegs einhalten können. Ich hatte lediglich die Wahl zwischen nichts essen und „Nicht-MB-Konform“ essen (aber dennoch möglichst „gesund“). Das war so gegen 15.30, Abendbrot werde ich nun gegen 19.30 Uhr essen, ich will dann ja auch kurz darauf schon ins Bett. Auch hier fällt schnell auf: 5 Stunden liegen da nicht zwischen, sondern nur 4. Aber ganz im Ernst? Ich werde nicht ne Stunde später ins Bett gehen, nur damit ich ne Stunde später essen kann!

Und ja, ich fühle mich schlecht, weil ich mich heute nicht 100% an den Plan halten konnte. Und es ärgert mich. Tierisch. Trotzdem würde ich die Entscheidung morgen nicht anders treffen. Ich will meine Spontanität & Flexibilität behalten! Auch mit gesunder Ernährung. Und das geht, das geht eindeutig und definitiv. Nur leider nicht in der strengen Phase von Metabolic Balance. Und ich muss leider für mich feststellen, dass das nochmal so ein Punkt ist, der dafür spricht, dass ich ab Montag ganz eindeutig in Phase 3 einsteige. Ich finde das Konzept von Metabolic Balance an sich super! Und es hilft mir ungemein. Ich merke auch heute ganz extrem, wie schnell ich nach dem „Weizenblödkram“ wieder Hunger bekomme. Das ist nach meinen Metabolic Balance Mahlzeiten nicht so. Ich will mich auch in Phase 3 soweit wie möglich weiter an meine Mengenangaben und Vorgaben halten. Aber ich will dabei spontan und flexibel in meiner Alltagsgestaltung sein. Und dann eben auch mal spontan den Plan ein wenig verändern. Es gibt ja auch einen gesunden Mittelweg zwischen „akribischer Einhaltung von MB“ und „ungesundem Essen“. Und genau den will ich ab Montag gehen.

Ich will mit dem Beitrag nicht sagen, dass ich MB nicht gut finde oder mich gar ärger dafür soviel Geld ausgegeben zu haben – ganz im Gegenteil! Aber für mich persönlich ist es einfach zu unflexibel wochenlang in der strengen Phase zu bleiben. Da nehme ich lieber ein bisschen langsamer ab und büße dafür aber weniger von meiner Spontanität & Flexibilität im Alltag ein.

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