Heute geht nun tatsächlich schon meine dritte Woche Metabolic Balance zu Ende. Es fühlt sich teilweise gar nicht so lange an, teilweise auch schon fast länger – mein Freund fängt an zu jammern, wir hätten ewig nicht mehr zusammen gegessen und fragt wann das endlich aufhört.

Stimmt so nicht ganz nebenbei, wir essen schon noch oft zusammen – aber eben völlig unterschiedliche Gerichte. Und das stört ihn. Mich ehrlich gesagt auch. Das ist schon etwas, was ich langfristig betrachtet nicht immer so machen möchte. Ich werde schon irgendwann wieder „normal“ mit ihm essen. Ich werde sicherlich oft anders kochen, viel mehr naturbelassene Lebensmittel verwenden (was aber auch meinem Freund sehr lecker schmeckt und schmecken wird, da bin ich mir sicher) und ich glaube ich werde – zumindest meistens – z.B. insofern unterschiedlich kochen, als dass ich für mich dann z.B. Roggennudeln nehme und für ihn die normalen (er HASST Vollkornnudeln & Co). Aber ich weiß nicht, ob ich mich ewig daran halten werde nur eine Eiweißgruppe pro Mahlzeit zu essen und diese nicht mehrfach am Tag. Ich will mich nicht mein Leben lang völligst einschränken. Metabolic Balance ist in sehr vielen Punkten schon schwierig in den Alltag zu integrieren. Auch, was diese 5-7 Stunden zwischen den Mahlzeiten angeht. Das ist einfach unfassbar schwer für immer jeden Tag so machbar. Und ich bin ja schon jetzt der Typ, der da leider manchmal Ausnahmen machen muss, weil es einfach anders nicht geht mit der Arbeit.

Ich glaube aber, dass es auch nicht so wichtig ist, sein Leben lang alle Regeln akribisch zu befolgen. Ich glaube, dass es darum geht für sich selbst zu einer gesünderen, anderen Lebensweise zu finden und sich selber Punkte herauszusuchen an die man sich von nun an hält – und Punkte zu finden, die man für sich variiert, wenn man merkt, dass man damit auch gut fährt. Und genau das tue ich aktuell und fühle mich damit sehr wohl. Also was das Essen angeht halte ich mich aktuell natürlich schon noch genau an die Regeln und meinen strengen Plan, ich überlege und merke aber eben langsam schon, welche Punkte leichter langfristig umzusetzen sind – und welche eben nicht. Bis ich mein Wunschgewicht erreicht habe werde ich mich aber natürlich schon weiter streng an die Regeln von Metabolic Balance halten. Hier geht es jetzt eher um die Gedanken, die ich mir jetzt schon mache, wie es danach dann eben langfristig weitergehen soll.

Wovon ich weiterhin einfach nur begeistert bin – und was ich definitiv langfristig beibehalten werde – ist was für tolle, leckere, satt machende Gerichte man aus so wenigen, naturbelassenen Lebensmitteln zaubern kann – ohne viel Schnick Schnack. Und von was für kleinen Mengen man satt werden kann und auch über Stunden satt bleibt, wenn man nur die richten Lebensmittel zu sich nimmt. Das hätte ich vorher nie gedacht, dass das SO viel ausmacht. Bei mir wird Weißbrot definitiv für immer verbannt und sobald ich wieder anfange auch mal Zucker zu verwenden werde ich den definitiv auch ganz anders, als vorher verwenden.

Ich könnte hier noch zig andere Beispiele aufzählen, die meine Ernährung & vor allem mein Denken dazu bereits jetzt schon langfristig deutlich geändert haben. Mir fehlt auch wirklich erstaunlich wenig. Ja, ich habe schon mal ordentlich Lust auf Schokolade&Co. Heute nachmittag hat sich mein Freund 2 Twix White (yummi! ♥) gegönnt, als wir unterwegs waren und ich hätte mir so gern auch eins genommen…. aber als er letztens bei McDonalds war und sich einen Burger gekauft hat, konnte ich problemlos danebenstehen. Das hat mir NIX ausgemacht. Es gibt Tage da kommen unfassbare Gelüste auf und dann gibt es Tage, wo ich das Gefühl habe es fehlt mir an nichts und meine Gerichte decken jegliche Gelüste und ich könnte problemlos wochenlang so weiter essen.

Was eben einfach schwierig ist und bleibt und für mich der größte Punkt, der mir schwer fällt: Essen in Gesellschaft. Ich möchte nicht mein abgewogenes Essen selber mitbringen und dazu nur Wasser trinken, wenn ich mich dann mal mit Freunden in netter Runde treffe. Es gibt Leute, die bleiben wochenlang in der strengen Phase und ziehen diese sogar ohne Schummelmahlzeiten durch. Ich für mich habe mich dagegen entschieden und zumindest was die erste Ausnahme angeht fühle ich mich wirklich gut damit – ich hoffe das bleibt so. Viele berichten davon, dass sie sich dann zu viele Ausnahmen gegönnt haben und der Heißhunger zu groß wurde und wenn ich das bei mir beobachte werde ich auch ganz streng zurück in die richtig strenge Phase gehen und mir keine einzige Ausnahme erlauben – ich hoffe aber, dass dies gar nicht so notwendig sein wird und ich es eben gut schaffe, mir ab und zu auch mal was zu gönnen.

Die erste Ausnahme war ein Essen mit Freunden am Samstagabend – und eine Cocktailnacht danach… ganz schön viel, vor allem was die Cocktails angeht habe ich schon ein schlechtes Gewissen und es ist schon nett ausgedrückt das ganze als „eine Schummelmahlzeit“ zu betiteln. Ich habe immerhin alkoholfreie Cocktails getrunken, aber ich konnte einfach nicht Wasser trinken, während ich mit einer Gruppe von 8 Leuten unterwegs bin, bei denen ALLE Cocktails trinken. Die Hälfte der Leute kannte ich noch nichtmal und auch die andere Hälfte weiß gar nichts von meiner Ernährungsumstellung. Ich hatte keine Lust das zum Thema zu machen und hätte ich durchgehend Wasser getrunken, wäre es definitiv Thema geworden. Also hatte ich die Wahl zwischen: Ausrede suchen und nicht hingehen oder: alkoholfreie Cocktails trinken. Ich will nicht, dass meine Ernährungsumstellung meine Sozialleben minimiert oder mich da beeinträchtigt, also habe ich mich für 2. Variante entschieden. Würde ich jede Woche mit meinen Mädels ausgehen, wäre das auch was anderes, aber sowas passiert bei mir nun mal nicht jede Woche. Somit für mich eigentlich defintiv ok diese Ausnahme gemacht zu haben. Dass mein Körper mit diesen riesigen Zuckermengen schon so seine Probleme hatte merke ich deutlich. Es geht mir echt schlecht heute. Und das, obwohl ich ja gar keinen Alkohol getrunken habe. Gestern Abend beim Trinken hatte ich auch echt wahnsinnigen Heißhunger. Ich hätte sonstwas essen können, richtig extrem! Ist heute aber zum Glück weg! Ich esse wieder streng nach Plan und habe kein Problem damit. Ich fühl mich lediglich echt matt und habe Kopfschmerzen – mein Körper bedankt sich wahrscheinlich grade für diese enormen Zuckermengen…

2. „Event“ dieser Woche: Ich habe zum ersten Mal richtig Sport gemacht. Man soll nach 2 Wochen ja wieder mit Bewegung anfangen, ich habe nicht nur wieder das Fahrrad raus geholt und bin damit jeden Tag zur Arbeit gefahren (was ich aber auch vor Metabolic Balance immer gemacht hab) – ich war auch gleich am Freitag mit einer Freundin im Fitnessstudio und habe mich so richtig verausgabt – ich habs direkt fast schon übertrieben, 2h intensives Workout (davon 1h „Fatburner Step – Kurs) war wohl doch etwas viel, nachdem ich über 1 Jahr keinen Sport mehr gemacht habe. (Das Fahrrad fahren zählt für mich als Bewegung, nicht als Sport) Ich habe aktuell den Muskelkater meines Lebens! 😀 Aaaber, ich fühl mich gut und der Sport tat wahnsinnig gut! Ich hatte auch null Kreislaufprobleme beim Sport, ich hatte vorher schon ein paar Bedenken ob ich mit so wenig Kalorienaufnahme problemlos Sport machen kann, und war echt begeistert WIE GUT das doch geklappt hat. Lediglich nach dem Sport habe ich richtig gemerkt wie k.o. ich doch bin und da hatte ich dann auch echt Heißhunger. Der ließ sich aber auch durch meine normale Portion recht gut in Schach halten. Ich hab jetzt vor mich da auch anzumelden und dann endlich wieder regelmäßig richtig Sport zu machen. (:

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